Campusblog.HGW: Gremienwahlen 2015 – das Ende des linken StuPas

Samstag, 24. Januar 2015

Gremienwahlen 2015 – das Ende des linken StuPas

Vom 12.1-16.1.15 konnten Studenten an den Gremienwahlen teilnehmen. Im Gegensatz zur letzten Wahl stieg die Wahlbeteiligung - immerhin sind jetzt 14,6% aller Studenten zur Wahl gegangen. Vielleicht lag es ja an dem Gewinnspiel, dass der AStA organsierte? Wie auch immer: Es ist gut, dass Studenten Interesse an der Hochschulpolitik zeigen!

Die Pannen
Die Gremienwahlen sind immer ein großes Ereignis an der Uni. Eigentlich sollte die Wahl gut beworben werden, um den Studenten einerseits darauf hinzuweisen, dass die Gremienwahlen stattfinden, andererseits um die Studenten in die Hochschulpolitik einzubinden. Dieses Jahr fiel die Werbung sehr schwach aus, auf Facebook wurde zu den Gremienwahlen eingeladen, aber das war auch schon alles. So schlimm war die fehlende Werbung jedoch nicht: Wer sich beispielsweise in der alten Mensa aufhielt, wurde nur so von Plakaten der verschiedensten Hochschulgruppen überwältigt. Vielleicht war das ja an Werbung genug? Denn übersehen konnte man die Plakate keineswegs!
Der AStA-Referant für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit setzt normalerweise das Wahlheft in Gang. Das Wahlheft dient bislang uninformierten oder noch nicht entschlossenen Studenten zur Findung des idealen Wahlkandidaten. So können sich Studenten über die einzelnen Ziele der jeweiligen Kandidaten informieren. Dieses Jahr gab es kein Wahlheft! Das sorgte natürlich für Unruhen. Der Grund für das nicht erschiene Wahlheft lag wohl an „Ungereimtheiten“. Der AStA-Referent trat zurück.
Dafür sorgte der SDS für ein „alternatives Wahlheft“. Dort stellte der SDS Kandidaten vor, die entweder beim SDS sind oder eine linkstendenziöse politische Richtung verfolgen. Nach Angaben des SDS waren neben ihren vorgestellten Kandidaten lediglich die Juso-Hochschulgruppe noch wählbar _- der Rest (RCDS, LHG und DIE PARTEI) nicht. Warum man ausgerechnet den letztgenannten Hochschulgruppen keine Stimme geben sollte, wurde nicht ausgeführt. Inhaltslose Wahlempfehlungen zeugen natürlich von Toleranz und Ehrlichkeit.

Doch wie gingen am Ende die Wahlen aus?
Es gab eine ganz große Überraschung: Das linke StuPa darf sich nun die Vergangenheit nennen! Das bedeutet hoffentlich, dass weniger bis keine Solidarisierungsanträge mehr gestellt werden. Was sollten diese Anträge überhaupt? Wozu braucht die Studierendenschaft diese? Traurig, aber wahr: Diese Solidarisierungsanträge haben viel Zeit kostet, die besser hätte investiert werden können.

Was könnte besser werden?
Das ist eine gute Frage. Wichtige Punkte wären auf jeden Fall:
  • Haushalt: Endlich nachhaltig?
  • Fzs – Austritt: 500 Euro, die besser investiert werden können
  • Satzungsänderung: Endlich transparenter und „gendergerecht“?
  • eine aktuelle StuPa-Internetpräsenz
  • Bessere Kommunikation zwischen StuPa und AStA
  • Solidarisierungsanträge adé?
  • Anträge für die Studenten in Greifswald

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